Das große weiße Loch – wie Sie mit Bildunterdrückung in E-Mails umgehen

Bildunterdrückung in E-Mails

Vorab eine wichtige Information: Bilder werden nur geblockt, wenn sie vom Server „nachgeladen“ werden – das heisst: nicht in der E-Mail selbst mitgeschickt, sondern im Moment des Öffnens der Mail abgerufen werden.

 

Nun kommen Unternehmen immer wieder auf die Idee: „Dann lasst uns die Bilder doch einfach mitschicken“. Ganz ehrlich: Das ist keine gute Idee. Wir haben es mehrfach getestet und die Klickraten waren bei den Mails mit mitgeschickten Bildern SCHLECHTER. Das liegt meist daran, dass Mails mit mitgeschickten Bildern wesentlich häufiger als Spam klassifiziert werden. Außerdem dauert das Laden länger, man hat keinerlei Info über die Öffnungsrate und last, but not least ist auch noch der Versand teurer.

 


Tipp 1: Wäre eine reine Textmail eine Alternative?

 

Die Antwort lautet in den allermeisten Fällen „nein“. Die Ergebnisse sind in der Regel schlechter. Trotzdem sollten Sie diese Möglichkeit nicht komplett außer Acht lassen. Denn bei manchen Botschaften wie Einladungen zu Events oder Umfragen kann die Conversion sogar besser sein, weil Ihre E-Mail weniger „werblich“ rüberkommt.

 

 

Tipp 2: Verraten Sie den Abonnenten Ihres Newsletters bereits bei der Anmeldung, wie sie dafür sorgen können, dass Bilder angezeigt werden.

 

Bilder werden standardmäßig meist dann angezeigt, wenn ein Nutzer Ihre E-Mail-Adresse oder Domain in sein Adressbuch einträgt – sorgen Sie daher dafür,

 

dass Nutzer genau dies tun – motivieren Sie sie dazu bereits während des Anmelde-Vorgangs zum Beispiel auf der Danke-Seite oder in der Bestätigungsmail beim Double-opt-in

 

Die perfekte Lösung: Zeigen Sie für jeden E-Mail-Client auf, wie ein Nutzer Sie in sein Adressbuch aufnehmen kann – unter www.vnr.de/whitelisting finden Sie dafür ein gutes Beispiel.

 

Vergessen Sie jedoch nicht: Diese Maßnahmen bringen Ihnen ein paar Prozent – nicht mehr.

 

Tipp 3: Bieten Sie unbedingt diesen Link an: „Klicken Sie hier, wenn die E-Mail nicht korrekt angezeigt wird“

 

Auf den ersten Blick nimmt sich die Klickrate auf diesen Link mit 1 bis 2 Prozent ziemlich gering aus. Aber: Diese Gruppe ist auch besonders aktiv. Denn wer sich Ihren Newsletter extra „korrekt“ anzeigen lassen möchte, der hat auch wirklich Interesse.

 

Unser Zusatz-Tipp: Bieten Sie zusätzlich auch diesen Link an: „Lotus Notes Nutzer klicken hier“ – und finden Sie so im Laufe der Zeit heraus, wer Ihrer Leser Lotus Notes benutzt (oder sollte ich sagen: „benutzen muss“? ;-)). Sie können dieser Gruppe dann speziell optimierte Mailings schicken.

 

 

Tipp 4: Setzen Sie Text intelligent ein.

 

Die wertvollsten Quadratzentimeter im E-Mail-Marketing finden Sie in der oberen linken Ecke. Denn die werden im Vorschaufenster angezeigt! Hier sollte Ihre Haupt-Botschaft stehen – dort wird als Erstes hingeschaut. Wer dort nur Bilder zeigt, präsentiert vielen Nutzern lediglich eine weiße Fläche. Unser Tipp: Platzieren Sie hier bereits einen möglichst individualisierten Text.

 

Bauen Sie außerdem möglichst viele Links in Ihrem Fließtext ein – insbesondere im Editorial. Die meisten Menschen klicken auf Bilder – wenn die nicht mehr da sind, dann sollten Sie im Text wenigstens alle Möglichkeiten geben.

 

 

Tipp 5: Super-wichtige Informationen gehören nicht in Bilder

 

Auch ohne Bilder muss ein E-Mailing funktionieren. Insbesondere „mehr“- oder der „hier kaufen“-Buttons aber auch Preisangaben dürfen nicht nur als Bild stehen. Ein nicht auffindbarer „hier kaufen“-Link führt schließlich auch zu keinem Klick!

 

Versehen Sie jedes Bild mit einem Alternativtext (für HTMLer: der alt-Tag), der im Mailing an der Stelle des Bildes anzeigt wird. Statt „Bild_15“ sollte dort etwa „Ihr Sonderangebot für die KW 19“ oder „Super-Angebot Frühlingskleid nur € 99,-“ stehen – dies bringt Ihnen zusätzliche Klicks.

 


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