Verkaufsstark Texten in E-Commerce und E-Mail Marketing

Verkaufsstark Texten in E-Commerce und E-Mail Marketing

Verkaufstexte folgen auch im Shop oder Mail klaren Regeln. Sie sind schneller als im Print und an neue Formen gebunden. Aber auch hier gibt es Erfolgsregeln und Verkaufskiller. Weil Menschen diese Texte lesen. Und im Kopf und im Herz dieser Leser wollen Sie ankommen.

 

 

Texten im E-Commerce: Wer mag schon hässliche Kaufhäuser

 

Unfreundliche Verkäufer, nur Preisschilder, kein „Das steht Ihnen aber gut“? Für jedes Kaufhaus ein Pleite-Plan. Aber Alltag in deutschen Online-Shops. Die Probleme von Shop-Texten: zu knapp, zu wenig verkäuferisch, zu langweilig. Firmen denken tatsächlich, dass Produktfriedhöfe ihre Kunden ansprechen. Seltsamerweise. Was tun? Packen Sie zuerst diese drei Punkte an …

 


 

„Firmen denken tatsächlich, dass Produktfriedhöfe ihre Kunden ansprechen.“

 

 

Im Shop mehr als Merkmale bieten!

 

Ein Stiefel im Foto. Daneben “Marks Sergeant Paul Blue Suede”. Darunter Artikelnummer und Text: „Obermaterial: Veloursleder; Innenfutter: Textil; Sohle: Gummi, Absatzhöhe: 40 mm.“ Nach diesem Strickmuster bauen Tausende Unternehmen Shop-Texte. Schade, dass es dabei nicht um die alles entscheidende Frage des Lesers geht. „Was habe ich davon?“ Wer nur Merkmale auflistet, fordert den Leser auf, selbst Schlussfolgerungen zu ziehen. Ersparen Sie Ihrem Leser diese Denkarbeit. Veloursleder: Was bringt das? Gummi: Warum? Die XPU35-Sohle – was tut sie? Erst wenn diese Fragen beantwortet werden, wird Text lebendig. Und nutzenorientiert – und verkäuferisch. Wir wollen wissen, dass ein Shirt schlank macht, ein Schuh festen Stand verleiht, eine Software die Zeitressourcen verdoppelt. Im Shop nicht unbedingt bei jedem Produkt, aber immer wieder, im Idealfall mit jeder Warengruppe.

 


„Schade, dass es dabei nicht um die alles entscheidende Frage des Lesers geht. Was habe ich davon?“

 

 

„Kauf mich“ nicht nur flüstern!

 

Der Happy Preis bei OTTO: Das ist sanfter Druck sich zu entschließen. Ein Tag, ein Superpreis. Ein Zähler zeigt die verbleibende Stückzahl. Eine Stoppuhr die verbleibende Zeit. Druck. Das Gehirn sagt: „Kaufen“. Aber auch im Shop oder E-Mail-Newsletter muss es gesagt werden. „In den Einkaufskorb legen!“ „Gleich bestellen!“ Führungsfloskeln sind ein Sprachgeländer zum Kauf. Und Service.

 

 

Es ist einfach: Besucher richtig abholen!

 

Es sind einfache Prinzipien warum sich Menschen mit Informationen beschäftigen. Auch im Shop: Angst und Druck, die Suche nach Vorteilen, Bekanntes, Neugier und die schnelle Auswertbarkeit. Bedienen Sie die? Wenigstens zum Teil? In Headlines, Text, Abbildung. Zum Beispiel mit roten Störern („-20%“), knackigen Headlines („Wie Sie reich werden, ohne zu arbeiten …“), mit einem Vorsatzwort, das gleich sagt was kommt oder Vorteile setzt („Praktisch: Der neue Fluxkompensator“). Das bringt Leser auf die richtige Spur und verkauft. Warum das wichtig ist? Weil eben nicht allein Ihr Design den Leser packt. Kommunikation geschieht mit Sprache. Und die ist – in Shop und Newsletter – noch immer ein völlig unterschätzter Wettbewerbsfaktor.

 


„Kommunikation geschieht mit Sprache. Und die ist – im Shop und Newsletter – noch immer ein völlig unterschätzter Wettbewerbsfaktor.“

 

 

Es menschelt im Newsletter: Und der Brief kehrt zurück…

 

Es gibt sie noch immer: Die Diskussion „Brauchen wir ein Editorial im Mail-Newsletter? Haken Sie die für alle Zeiten ab: „Ja. Unbedingt!“. Weil´s menschelt, weil wir´s hier mit einer Brief-Reminiszenz zu tun haben. Direkte Anrede und ein paar einführende Zeilen machen den Newsletter persönlich und den Leser neugierig. Gerade weil wir ein Land von Briefeschreibern sind. Gerade weil wir – einfach durch das Erkennen der Form - gelernt haben, dass jeder Brief sagt „persönlich“. Und gerade weil dieses Signal zu einem digitalen Medium gehört, das wir persönlich nehmen. Wie viele Werbemedien gibt es schon, in denen Sie „ich“ oder „wir“ sagen können? Zum Beispiel auch den einfachen Satz „Ich empfehle Ihnen!“ Und weil´s ein schreibendes Ich gibt, unterschreibt das auch. Überflüssig mit Sicherheit, aber beruhigend. Kein technisches, sondern ein psychologisches Muss in Ihrer persönlichen Mail.

 

 

Teaser-Texte: Beim Lesen eingeschlafen?

 

Vielleicht nicht ganz, aber warum kriegt Ihr Teaser keinen Klick? Weil viele Anreißer gar nicht anreißen. Weil Produktarroganz oder dumme Anmachersprüche nicht helfen. Hier geht es wirklich darum „Leser hinterm Ofen hervorzulocken“. Wie man Interesse weckt? Mit Vorteilen, Druck, Neugier – Sie wissen schon.

 

 

Und dann: drei Powertipps und mehr …

 

Gut geteasert? Dann kommt noch der Text selbst. Dazu haben wir viele Tipps ins rabbinar gepackt. Die drei wichtigsten hier ganz kurz – mit den Toten Hosen, Goethe und Wilhelm Busch:

  1. Sie brauchen das „Kauf mich!“: Sagen Sie immer, was Sie wollen.
    Jeder Text, der etwas bewirken soll, braucht sie: klare Aufforderungen. In der Fachliteratur nennt man das den „call to action“. Vorgemacht haben es die Toten Hosen. Und tauften eine CD kurzerhand
    „Kauf mich!“. Genau das braucht Ihr Text: das „Kauf mich“. Wenn Sie wollen, dass jemand kommt, müssen Sie sagen „komm!“. Und wenn Sie wollen, dass jemand kauft, müssen Sie sagen „kauf!“.
    Das gilt für das Einfordern von Likes, Klicks und jeder sonstigen Reaktion. Halten Sie’s also mit den Toten Hosen!
  2. Getretner Quark wird breit, nicht stark. (Goethe)
    Schreiben Sie keinen Unsinn! Erst wenn man was zu sagen hat, wirkt Sprache. Und dann bitte kurz, präzise, einfach. Mit kurzen Wörtern und kurzen Sätzen. Ideal sind 9 bis 14 Wörter pro Satz. Und ohne Donaudampfschifffahrtsgesellschaftskapitänsmützen. Trennen Sie Wortmonster. Ideale Wortlänge: im Durchschnitt 2 Silben.
    Einfach nachprüfbar unter www.textinspektor.de!
  3. Er sagt es klar und angenehm, was erstens, zweitens, drittens käm. (Wilhelm Busch)
    Klare Texte brauchen klare Gedanken. Schon daran scheitert’s manchmal. Schreiben Sie nicht einfach drauflos. Entwickeln Sie erst ein Konzept für Ihren Text. Einfache, aber klare Konstruktionsprinzipien helfen Schreibe und Leser. Zum Beispiel die einfache Abarbeitung von drei Fragen, die jeder Leser an einen Text stellt: Warum soll ich das lesen? Was hab ich davon / Worum geht’s? Was soll ich jetzt / mit dieser Information tun?


Und wenn Sie ganz neugierig sind:
Den kostenlosen Newsletter zum Text oder das Gratis-Videoseminar mit allen Grundlagen finden Sie auf der Webseite: www.sgv-verlag.de . Im nächsten Newsletter unter Anderem die Themen: „Intelligentes Strecken und Kürzen von Texten“ und ein Dossier über Verständlichkeitsforschung.

 

 

 

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