Der rabbit-Jahresüberblick

Jahresrückblick im E-Mail und Social Media Marketing

Ungeachtet aller Unkenrufe: Das E-Mail Marketing lebt! Und wie: Täglich werden – SPAM-Mails ausgenommen – weltweit ca. 180 Milliarden E-Mails verschickt. Verglichen damit sind die täglich ca. 140 Millionen Tweets kaum der Rede wert. E-Mail Marketing gewinnt sogar trotz oder gerade wegen der Konkurrenz aus dem Bereich Social-Media weiter an Relevanz. Denn heute muss Online-Marketing ganzheitlich betrachtet werden.

 

Mithilfe von E-Mails werden die Kommunikation und das Engagement der Kunden in soziale Medien verlagert. E-Mail Marketing ist damit auch 2012 ein wichtiger Bestandteil im Marketing-Mix, der andere Kanäle clever integriert. Unternehmen können so die besten Elemente von E-Mails und Marketing in sozialen Medien zu ihrem Vorteil nutzen und die Wirksamkeit beider Kanäle durch ein effektives Zusammenspiel deutlich erhöhen. E-Mail Marketing ist und bleibt also weiterhin der am meisten genutzte und profitabelste Online-Kanal mit weiterhin erheblichem Wachstumspotenzial. Werfen Sie mit uns daher jetzt einen Blick auf die Tops und Flops im Online-Dialog-Marketing 2012.


 

„E-Mail Marketing gewinnt sogar trotz oder gerade wegen der Konkurrenz aus dem Bereich Social-Media weiter an Relevanz!“

 

 

Schonfrist abgelaufen: Die BDSG-Novelle 2012 wird umgesetzt

 

2009 wurde das Bundesdatenschutzgesetz dahin gehend geändert, dass zu Werbezwecken gespeicherte und genutzte Adress- und Empfängerdaten nur noch verwendet werden dürfen, wenn eine ausdrückliche Einwilligung des Kunden nachweisbar vorhanden ist.
Für Altbestände galt jedoch eine Übergangsfrist, die zum 01.09.2012 endgültig endete. Unternehmen müssen seither von einem einzigen Empfänger drei Einwilligungen einholen und bei Bedarf nachweisen können, um rechtssicheres E-Mail Marketing betreiben zu können. Dabei handelt es sich um die Einwilligung zur Datenspeicherung, zur Nutzung der Daten zu Werbezwecken und zur konkreten Ansprache per E-Mail- und Telefonwerbung.

 

Für das E-Mail Marketing ist die Änderung im Grunde eigentlich ohne Wirkung. Denn bekanntlich musste schon immer eine Einwilligung vorliegen. Aber: Ab sofort muss der gesamte Adressverteiler von Unternehmen rechtssicher sein, d. h., jedes Unternehmen muss zu jedem Datensatz eine Einwilligung vorweisen können. Um die Anforderungen nach dem BDSG zu erfüllen, müssen die Kundendatenbanken daher nun speziell gepflegt und aktualisiert werden. Kürzlich hat das OLG München darüber hinaus in einem Fall aus dem B2B-Bereich entschieden, dass eine Bestätigungsmail zu DOI als Spam zu betrachten ist. Welche Auswirkungen dies für die Zukunft hat, bleibt jedoch abzuwarten.

 

 

Ungebrochener Trend: Mobil-Optimierung

 

Die Optimierung von E-Mailings und Newslettern für eine perfekte Darstellung auf mobilen Endgeräten wird wichtiger denn je. Denn der Trend zu Smartphones und Tablet PCs hält weiter an. In der Folge rufen auch immer mehr Menschen E-Mails auf diesen Endgeräten ab. Eine unabhängige Studie von Lightspeed Research aus dem Jahr 2011 zeigt: 55 % der Internetnutzer rufen ihre E-Mails täglich mobil ab. Eine fehlerfreie Darstellung von E-Mails auf mobilen Endgeräten ist damit absolut Pflicht, um den Kundenkontakt zu halten und im E-Mail Marketing weiterhin erfolgreich zu bleiben. Doch: Nicht jede E-Mail, die auf mobilen Endgeräten fehlerfrei angezeigt wird, ist dafür auch geeignet – wenn etwa die Eingabemöglichkeiten des Empfangsgerätes nicht unterstützt werden.

 

Damit alle Inhalte passend zum Gerät wiedergegeben werden und lesbar sind, kann ein Responsive Design genutzt werden. Konkret bedeutet dies, dass ein Design mit verschiedenen Layouts realisiert wird. Mittels CSS (Cascading Style Sheets) wird die Darstellung dabei an das jeweilige E-Mail Programm angepasst. Dazu müssen jedoch folgende Faktoren bekannt sein: Maße des Displays, Auflösung, Format bzw. Betrachtungswinkel (Hochformat bzw. Querformat) sowie die Eingabemöglichkeiten wie Tastatur, Maus, Finger und Sprache.
Eine weitere Möglichkeit ist der Versand von Multipart-Mails in mehreren Stufen für verschiedene Endgeräte z. B. für einen Desktoprechner und Smartphone. Dabei ist die Mobil-Version speziell an Smartphones angepasst – dies gilt insbesondere für die Navigation, die Lesbarkeit der Texte sowie die Calls-to-Action, die auch mit einem Fingertipp leicht klickbar sein sollten.

 

 

„Die Optimierung von E-Mails für mobile Endgeräte wird wichtiger denn je,

bereits 55 % der Internetnutzer rufen ihre E-Mails täglich mobil ab!“

 

 

E-Mail Marketing in Bewegung: Videointegration

 

Studien zeigen: Emotionaler Bewegtbild-Content steigert die Klickraten und erhöht die Aufmerksamkeit der Empfänger deutlich. Allerdings verpufft der „Aha“-Effekt bei einer Videomail recht schnell. Bewegtbild sollte daher nicht in jedem Versand eingesetzt werden. Zudem sollten E-Marketer davon absehen, lange Videos in Mails einzubinden. Gerade bei mobilen Geräten verursachen diese einen sehr hohen Traffic und lange Ladezeiten. Wer also Videos mit langer Spielzeit verbreiten will, sollte lieber kürzere Sequenzen als Teaser in E-Mails integrieren oder aber Standbilder mit Playbutton, die auf eine Landeseite verweisen.

 

Trotz der Möglichkeiten, die HTML5 für das Abspielen von Videos bietet, besteht die größte Herausforderung derzeit jedoch noch darin, sicherzustellen, dass das Video auch auf möglichst vielen Endgeräten und in vielen Clients abgespielt wird. Da bis dato nur wenige Freemailer und E-Mail Clients die Anzeige von Bewegtbild direkt in E-Mails unterstützen, müssen immer Fallbackvarianten wie etwa ein animiertes GIF oder ein Vorschaubild angeboten werden. Perspektivisch wäre es jedoch wünschenswert, dass weitere Clients und Freemailer dem Thema Bewegbildintegration offener gegenüberstehen und dies auch unterstützen.
Auch 2012 kommen wieder zahlreiche hervorragende Beispiele für den besonders gelungenen Online-Dialog aus dem Hasenstall.

 

 

 

 

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