Servus, Grüezi & Hallo! E-Mail-Marketing in Deutschland, Österreich & der Schweiz

Trotz (teilweise) gemeinsamer Sprache: Im E-Mail-Marketing in Deutschland, der Schweiz und Österreich existieren kleine aber feine Unterschiede.

So hört der Januar in Österreich auf den Namen Jänner und die Schweizer setzen auf Doppel-S statt „ß“.

Zudem existieren auch technische Besonderheiten – und die betreffen sowohl die verbreitetsten Freemailer und genutzten Anzeigegeräte als auch den Anmeldeprozess und mehr. 

Was Sie bei Ihren E-Mail-Aktivitäten in der DACH-Region unbedingt beachten sollten, verraten Ihnen Ihre rabbit-Experten.

In der DACH-Region entscheiden oftmals nur kleine Nuancen über die erfolgreiche Ansprache von Kunden via E-Mail. Welche dies sind erfahren Sie in diesem Beitrag ebenso, wie die technischen Unterschiede und die Differenzen beim Online-Shopping.

Formale Unterschiede in Deutschland, Österreich und der Schweiz

Während Deutsche und Österreicher das „scharfe S“ ganz selbstverständlich in der Schriftsprache nutzen, ist es in der Schweiz nicht gebräuchlich. Die Eidgenossen schreiben statt „ß“ ein doppeltes S.

Unterschiede existieren zudem auch in und nach der Anrede: In Deutschland endet die Anrede mit einem Komma und danach folgt Kleinschreibung. Die Österreicher hingegen beenden die Anrede mit einem Ausrufezeichen. Die Schweizer wiederrum verzichten ganz auf ein Satzzeichen. Einigkeit herrscht in beiden Alpenrepubliken jedoch nach der Anrede. Hier wird in beiden Ländern groß weitergeschrieben.

  • DE: Sehr geehrter Herr Hase, [weiter mit Kleinschreibung]
  • AT: Sehr geehrter Herr Hase! [weiter mit Großschreibung]
  • CH: Sehr geehrter Herr Hase [weiter mit Großschreibung]

Die Darstellung des Datums ist in allen drei Ländern der DACH-Region identisch. Auf den Tag folgen der Monat und das Jahr. Während der erste Monat des Jahres in Deutschland und der Schweiz Januar heißt, wird er in Österreich (und teilweise der Schweiz) Jänner genannt. Die Schreibweisen der weiteren elf Monate ist in allen Ländern gleich. Lediglich der Februar kann in Österreich auch als „Feber“ und in der Schweiz als „Horner“ bezeichnet werden.

 

Wie bei ihren deutschsprachigen Nachbarn findet auch in der Schweiz als Dezimaltrennzeichen das Komma Verwendung. Es sei denn, es handelt sich um Geldbeträge. In diesem Fall setzen die Schweizer nach dem ganzzahligen und vor dem gebrochenem Teil ausschließlich einen Punkt (CHF 19.25).  Bei Rappen-Angaben oder der Nennung von Millionenbeträgen hingegen, wird wieder das Komma gesetzt (0,75 Rp. bzw. 3,5 Mio. Fr.). 

 

Im Gegensatz zu Deutschland und Österreich sollten E-Mails in der Schweiz neben der deutschen Version auch in einer französischen, italienischen und eventuell rätoromanischen Version umgesetzt werden, um alle Sprachgruppen adäquat zu bedienen.

Über die genannten formalen Unterschiede hinaus versteht sich ein korrektes Impressum für jede Länderversion von selbst.

Halten Sie all diese Formalitäten ein. Ihre Abonnenten in der DACH-Region lohnen es Ihnen mit ihrem Vertrauen und entsprechenden Conversions.

Technische Unterschiede in DACH

Eine Studie von Statista aus dem Jahre 2015 zeigt, dass die Nutzungszeit mobiler Endgeräte in der Schweiz und Österreich durchschnittlich um 2 bis 6 Prozent höher ist, als in Deutschland. Unsere eigenen Erfahrungen bestätigen dies:

 

Im B2B-Bereich ergeben sich im untersuchten Zeitraum folgende Zahlen:

  • DE: Liegt im Durchschnitt bei 11 % mobiler Öffnungsrate am Gesamtverteiler
  • AT:  Liegt im Durchschnitt bei 13 % mobiler Öffnungsrate am Gesamtverteiler
  • CH_de: Liegt im Durchschnitt bei 17 % mobiler Öffnungsrate am Gesamtverteiler
  • CH_fr: Liegt im Durchschnitt bei 14,5 % mobiler Öffnungsrate am Gesamtverteiler

Bei B2C-Verteilern liegen diese Werte im Durchschnitt noch einmal deutlich um etwa 15 Prozent höher. Wer also in Österreich und der Schweiz erfolgreiches E-Mail-Marketing betreiben will, der sollte unbedingt auf mobil optimierte Designs setzen, um die Conversion zu steigern.

Auch in puncto Zustell- und Darstellbarkeit gibt es Unterschiede zu beachten, da in Österreich und der Schweiz andere Freemailer mit teilweise spezifischen Eigenheiten genutzt werden. Hier helfen Analysen der Verteiler bei der Optimierung auf die gängigen Clients weiter.

 

Hier eine Übersicht der populärsten Freemailer in den verschiedenen Ländern:

  • DE: web.de, gmx.de, outlook.com, gmail, t-online, aol, yahoo
  • AT: aon.at, utanet.at, gmx.at, chello.at, gmail, outlook.com
  • CH: bluewin.ch, gmx.ch, datacomm.ch, freesurf.ch, tiscalinet.ch, gmail, outlook.com

Unterschiedliche Inhalte aufgrund unterschiedlicher Prioritäten

Wie bereits erwähnt, sollten E-Mail-Marketingverantwortliche in der Schweiz unbedingt die Mehrsprachigkeit im Kopf behalten, wenn es um die Inhalte geht. Trotz  Ähnlichkeiten im Surfverhalten, erfordern unterschiedliche Präferenzen beim Online-Shopping in den DACH-Ländern, dass in Deutschland, Österreich und der Schweiz unterschiedliche Inhalte zum Erfolg führen:

Schweiz

Während für eidgenössische Online-Shopper die Professionalität eines Shops sekundär ist, legen sie höchsten Wert auf transparente Kosten. Bei geringerer Bestellfrequenz als in Deutschland und Österreich ist der durchschnittliche Wert der Warenkörbe jedoch höher als in den Vergleichsländern. Die bevorzugte Bezahlmethode ist die Kreditkarte.

Learnings für CH:

  • Warenkorbabbrechermails sind sinnvoll, damit auch bei weniger Käufen aber höheren Werten der Warenkörbe Umsatzziele erreicht werden
  • Im Checkout-Prozess und in den transaktionalen E-Mails sollte maximale Transparenz hinsichtlich Kosten gegeben sein
  • Da allgemein weniger online gekauft wird, sollte im gesamten Salesprozess auf eine einfache Conversion geachtet werden
  • Bessere Usability und Professionalität ermöglichen es, bis dato ungenutzte Potenziale zu erschließen

 

Österreich
Wie die Schweizer bevorzugen auch die Österreicher beim Online-Shopping die Kreditkarte als Zahlmittel. Die Alpenländer legen zudem Wert auf professionelle Shops, eine unkomplizierte Retourenabwicklung und ausführliche Produktbeschreibungen. Der Durchschnittswert eines Warenkorbs ist geringer als in der Schweiz, die Bestellfrequenz dagegen höher.

Learnings für AT:

  • Mehr Traffic bedeutet mehr Potential bei der Leadgenerierung
  • Transparenz hinsichtlich Retoure im Checkout-Prozess und in den transaktionalen E-Mails, sowie vor dem Kauf
  • Ausführliche Artikelbeschreibungen in Warenkorbabbrecher-, Cross- und Upsellingmails
  • Preis-Leistungs-Verhältnis in der E-Mail Kommunikation herausstellen

 

Deutschland
Zwar ist der Wert der Warenkörbe in Deutschland am geringsten, dafür ist die Frequenz bei Onlinekäufen in DACH am höchsten. Deutsche Onlinekäufer legen zudem Wert auf höchste Professionalität, Übersichtlichkeit und die Produktqualität. Die bevorzugte Bezahlmethode ist Paypal.

Learnings für D:

  • Mehr Traffic bedeutet mehr Potential bei der Leadgenerierung
  • Gute Usability und professionellen Eindruck auf der Startseite erhöhen, wie auch bei der E-Mail Kommunikation
  • Online-Zahlmöglichkeiten anteasern und in der Kommunikation hervorheben
  • Produktqualität in der E-Mail Kommunikation herausstellen

Länderspezifische Besonderheiten als Chance nutzen

Internetnutzer in Deutschland, Österreich und der Schweiz ähneln sich stark. Die Unterschiede sind nur minimal. Dennoch lohnt es sich, darauf einzugehen. Erstens schaffen Sie auf diese Weise ganz einfach Vertrauen. Zweitens steigern Sie so nachhaltig Ihre Umsätze. Passen Sie Ihr E-Mail-Marketing in DACH also unbedingt den formalen und technischen Gegebenheiten in den jeweiligen Ländern an. Nutzen Sie anschließend die ländertypischen Eigenheiten beim Online-Shopping gezielt für eine erfolgreiche E-Mail-Ansprache.

Wer bisher nur in einem Land der DACH-Region aktiv ist, sollte auch die Potenziale des grenzübergreifenden Onlinehandels für sich erschließen. Insbesondere die Schweizer sind es gewohnt, grenzübergreifend einzukaufen, um etwa Währungsvorteile zu erzielen. Im eidgenössischen Online-Markt ist zudem sehr viel Bewegung, wie aktuelle rabbit-Projekte zeigen. Einheimische Anbieter sind hier momentan dabei, ihre E-Commerce und Online Marketing-Maßnahmen deutlich in Richtung Multichannel One-to-One zu optimieren.  

Sie nutzen die Chancen bereits, die Ihnen der E-Commerce in der DACH-Region bietet, möchten Ihre Aktivitäten aber professionalisieren?

Oder Sie wollen die Online-Märkte in Deutschland, Österreich und der Schweiz für sich erschließen?

Dann profitieren Sie von unserer jahrelangen Expertise aus zahlreichen Kampagnen und Beratungsprojekten für namhafte Kunden aus der DACH-Region.

Rufen Sie uns unter +49 69 86 00 428 00 an oder schreiben Sie an sparringspartner@rabbit-emarketing.de.